Ziele und Aufgaben eines Clubzüchters

Ziele und Aufgaben eines Clubzüchters

Jeder Clubzüchter sollte es mit der Zuchtarbeit sehr ernst nehmen, die Arbeit des Clubs durch regelmäßigen Besuch der Versammlungen fördern und die Bestimmungen des Tierschutzes und der Tierseuchengesetze beachten. Es ist fast selbstverständlich, wenn die Stallungen, sowie die gesamte Zuchtanlage ein Vorbild an Sauberkeit und optischer Schönheit sein sollen.

Zielsetzung eines jeden Clubs und natürlich auch jedes Clubmitgliedes ist die Zucht und Verbesserung seiner gezüchteten Rasse zu fördern. Die Aufnahme in einen Club ist nur dann möglich, wenn eine ordentliche Mitgliedschaft in einem Ortsverein besteht. Jugendliche können ab dem 16. Lebensjahr, als Vollmitglied, mit allen Rechten und Pflichten, in einem Club aufgenommen werden.



Die Ziele der Clubs sehen in erster Linie die regelmäßige Durchführung einer Clubschau vor. In den meisten Clubs wird in einem 2Jahresrhythmus eine Clubvergleichsschau durchgeführt. Das heißt, hierbei treffen sich alle Clubs einer bestimmten Rasse aus dem gesamten Bundesgebiet und z.t. auch des benachbarten Auslandes, zu einer überregionalen Ausstellung. Der Vorteil dieser Schauen ist neben dem sportlichen Vergleich, das Tauschen und Erwerben von schönen Zuchttieren und man wird neue Freundschaften schließen.



Unsere Clubschauen sollten nicht nur einen sportlichen Vergleich unserer Tiere bewirken, sondern sie sollten in erster Linie auch die Kameradschaft miteinander festigen und fördern. Das Wort „Zuchtfreund“ sollte immer wörtlich genommen werden. Sehr wichtig, im Sinne der Clubarbeit, ist auch die gegenseitige Unterstützung mit guten Zuchttieren. Wenn wir alle an unserem Ziel, der Festigung und Verbesserung unserer Rasse festhalten wollen, muss uns allen klar sein, dass auch der sportliche Ergeiz manchmal in den Hintergrund rücken muss. Denn eines hat sich immer wieder gezeigt, nur gemeinsam kann man langfristig Erfolge erzielen, Einzelkämpfer werden immer nur kurzfristigen und zufälligen Erfolg haben.



Auch die Zusammenarbeit mit den Ortsvereinen ist sehr wichtig, da wir von diesen unsere Mitglieder erhalten. Es ist deshalb auch wichtig, dass Ehrenämter nicht nur im Club übernommen werden. Ein richtiger Clubzüchter wird seine Erfahrung und sein Können auch in seinem Verein einbringen. Die Clubs bilden eine sehr wesentliche Säule in der Erhaltung und Verbesserung einer Kaninchenrasse. Die Basis erfolgreicher Kaninchenzucht liegt jedoch in den Händen der Ortsvereine.



Als ernsthafter Clubzüchter gehört man zur Elite der Kaninchenzüchter und sollte deshalb auch jederzeit ein einwandfreies Benehmen zeigen. Das heißt z.b. auch, Preisrichterurteile so hinzunehmen, wie diese ausgesprochen wurden, denn diese handeln auch immer nach bestem Wissen und Gewissen. Es wird jedem Aussteller schon passiert sein, dass seine Tiere nicht so beurteilt wurden, wie er dies persönlich erwartet hat. In diesem Falle muss man das Urteil des Preisrichters genauso hinnehmen, als wenn das Tier höher bewertet wurde, als man ehrlich erwartet hat. Ich habe noch nie erlebt oder gehört, dass in diesem Falle Urteile angezweifelt wurden.

Sehr wichtig ist auch, dass wir auch Zuchtfreunde, die in keinem Club aktiv sind, mit guten Zuchttieren versorgen, bzw. für diesen Züchter auch Zuchttiere besorgen, z.b. auf Clubvergleichsschauen etc. Es ist nun einmal so, dass aktive Clubfreunde weiter herum kommen als der Züchter, der nur in einem Ortsverein aktiv ist.

Wenn diese Punkte alle beachtet werden, werden wir in unserem Club auch immer wieder neue Mitglieder begrüßen können, denn es ist klar, es wird niemand in einen Club, oder auch Verein gehen, in dem es menschlich absolut nicht stimmt.

Zum Schluss muss ich jedoch auch klar sagen, dass jeder ernsthafte Züchter in den Club seiner Lieblingsrasse(n) gehört, denn nur dabei kann er für seine Lieblinge erfolgreiche Zuchtarbeit leisten.

Rainer Ehmann